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Darmspiegelung: Koloskopie in Wien

Eine Darm­spie­ge­lung oder Kolo­sko­pie (bzw. Colo­sko­pie) ist eine endo­sko­pi­sche Unter­su­chung des Dick­darms mit einem fle­xi­blen Spe­zi­al­in­stru­ment, einem soge­nann­ten Kolo­skop bzw. Colo­skop. Die Darm­spie­ge­lung erfolgt scho­nend im Däm­mer­schlaf, sodass man die Unter­su­chung ange­nehm ver­schläft. Falls erfor­der­lich, ist in der­sel­ben Sit­zung zusätz­lich eine Polypek­to­mie mit Zan­ge oder Schlin­ge mög­lich. Bei einem Reiz­darm­syn­drom wer­den in der Regel Stu­fen­bi­op­sien ent­nom­men, um eine chro­nisch-ent­zünd­li­che Darm­er­kran­kung wie Coli­tis ulce­ro­sa oder Mor­bus Crohn auszuschließen.

Bei Fra­gen zur Darm­spie­ge­lung oder wei­te­ren Behand­lungs­me­tho­den freue ich mich auf ein umfas­sen­des Gespräch mit Ihnen, um auf Ihre indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se ein­ge­hen zu können.

Fak­ten zur Darmspiegelung

Behand­lungs­art
sta­tio­när oder ambulant

Bei der Kolo­sko­pie wird der gesam­te Dick­darm (Kolon) vom After bis zum Blind­darm und bei Bedarf auch die letz­ten Zen­ti­me­ter des Dünn­darms untersucht.

Die­se Unter­su­chung dient der Beur­tei­lung der Darm­schleim­haut (Muko­sa) und der Erken­nung von Ent­zün­dun­gen, etwa bei chro­nisch-ent­zünd­li­chen Darm­er­kran­kun­gen, sowie von Poly­pen. Die Darm­spie­ge­lung ist die wich­tigs­te Unter­su­chung zur Früh­erken­nung von Darm­krebs. Gut­ar­ti­ge Poly­pen kön­nen sich im Lau­fe der Zeit zu Darm­krebs ent­wi­ckeln. Sie las­sen sich noch wäh­rend der Unter­su­chung ent­fer­nen. Dadurch kön­nen zahl­rei­che Fäl­le von Darm­krebs bereits im Vor­feld ver­hin­dert werden.

Außer­dem ist die Kolo­sko­pie ein fes­ter Bestand­teil der Dia­gnos­tik bei Durch­fall­erkran­kun­gen und Reiz­darm­syn­drom. Hier­zu wer­den in der Regel Stu­fen­bi­op­sien mit klei­nen Biop­sie­zan­gen ent­nom­men. Stu­fen­bi­op­sien sind Gewe­be­pro­ben an defi­nier­ten Stel­len des Dick­darms und des ter­mi­na­len Ile­ums, dem letz­ten Abschnitt des Dünndarms.

Dia­gnos­ti­sche Spe­zi­al­me­tho­den zur Früh­erken­nung von Darm­krebs sind bei­spiels­wei­se tech­ni­sche Farb­fil­ter wie das Nar­row Band Ima­ging (NBI). Inno­va­ti­ve Ver­fah­ren wie NBI ermög­li­chen inzwi­schen eine so aus­sa­ge­kräf­ti­ge Bild­ge­bung, dass sich Krebs­früh­for­men immer prä­zi­ser beur­tei­len las­sen. Bei kon­ven­tio­nel­len endo­sko­pi­schen Ver­fah­ren wird Licht reflek­tiert, absor­biert und gestreut, sobald es auf das Gewe­be trifft. Der NBI-Fil­ter lässt dage­gen nur jene Spek­tral­an­tei­le des sicht­ba­ren Lichts pas­sie­ren, die von den Blut­ge­fä­ßen in der Schleim­haut absor­biert wer­den. Dadurch erschei­nen Kapil­lar­ge­fä­ße an der Ober­flä­che braun und tie­fer lie­gen­de venö­se Gefä­ße tür­kis. Eine digi­ta­le Ver­bes­se­rung der Bild­qua­li­tät und die bis zu 150-fache Ver­grö­ße­rung der Zoom-Endo­sko­pie ermög­li­chen eine detail­ge­naue Betrach­tung des unter­such­ten Schleim­haut­are­als – ähn­lich wie unter einem Mikro­skop. So las­sen sich die zahl­rei­chen, häu­fig ähn­lich aus­se­hen­den Ver­än­de­run­gen im Darm bereits wäh­rend der Unter­su­chung rein optisch von­ein­an­der unterscheiden.

Vor­be­rei­tung auf die Darmspiegelung

Damit sich die Struk­tu­ren der Darm­wand ver­läss­lich beur­tei­len las­sen und krank­haf­te Ver­än­de­run­gen gut sicht­bar sind, muss der Darm vor der Kolo­sko­pie gründ­lich gerei­nigt wer­den. Die Rei­ni­gung erfolgt gesplit­tet mit einer spe­zi­el­len Lösung, nach der wei­te­re Flüs­sig­keit getrun­ken wird. „Gesplit­tet“ bedeu­tet, dass die Lösung teil­wei­se am Vor­tag und teil­wei­se am Tag der Unter­su­chung ein­ge­nom­men wird. Dadurch kommt es zu meh­re­ren Darm­ent­lee­run­gen und der Darm wird so sau­ber, dass eine sehr gute Beur­tei­lung mög­lich ist. Zudem darf ab zwölf Stun­den vor der Unter­su­chung kei­ne fes­te Nah­rung mehr auf­ge­nom­men wer­den. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen, bei­spiels­wei­se zu einem spe­zi­el­len Ernäh­rungs­plan für die Woche vor der Unter­su­chung, und indi­vi­du­el­le Fra­gen wer­den bei einem Ordi­na­ti­ons­ter­min aus­führ­lich besprochen.

Ablauf einer Darmspiegelung

Um die Unter­su­chung ange­neh­mer zu gestal­ten, erhal­ten unse­re Pati­en­ten eine Sedie­rung. Das fle­xi­ble Kolo­skop ist etwa fin­ger­dick und unge­fähr 1,2 bis 1,8 Meter lang. Wir ver­wen­den ein Video-Kolo­skop, das an der Spit­ze einen Video­chip besitzt und das Bild auf einen Moni­tor über­trägt. So kann der Pati­ent die Unter­su­chung auf Wunsch mit­ver­fol­gen. Die Darm­spie­ge­lung selbst dau­ert etwa 25–30 Minu­ten. Die genaue Dau­er hängt auch davon ab, ob und wie vie­le Poly­pen ent­fernt wer­den. Pla­nen Sie anschlie­ßend noch 45–60 Minu­ten Auf­ent­halt ein. In die­ser Zeit wer­den Sie ent­spannt wie­der mun­ter und über das Unter­su­chungs­er­geb­nis auf­ge­klärt. Das noch aus­ste­hen­de fein­ge­web­li­che bzw. his­to­lo­gi­sche Ergeb­nis einer Biop­sie oder Poly­pen­ent­fer­nung wird anschlie­ßend nach etwa 7–10 Tagen besprochen.

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