Nicht jedes Lipom muss entfernt werden. Wenn es jedoch stört, wächst oder Schmerzen verursacht, sollte es ärztlich abgeklärt und gegebenenfalls entfernt werden. Lipome zählen zu den häufigsten gutartigen Weichteiltumoren und treten vor allem am Rücken, im Nacken, an den Oberschenkeln und Oberarmen sowie gelegentlich am Bauch auf.
Fakten zum Lipom entfernen
- Dauer
- ca. 60–120 Minuten
- Gesellschaftsfähig
- sofort
- Arbeitsfähig
- nach 1 Tag
- Sport
- nach 3–10 Tagen
- Endresultat
- sofort – 14 Tage
- Kosten
- ab 650 €
- Behandlungsart
- stationär oder ambulant
Lipom entfernen: Was ist ein Lipom?
Ein Lipom ist eine gutartige Neubildung des Fettgewebes, die in der Regel keine Beschwerden verursacht. Umgangssprachlich wird es auch als Fettgeschwulst bezeichnet.
Typische Merkmale eines Lipoms sind:
- meist klein und unter der Haut tastbar
- gut verschiebbar und in der Regel schmerzlos
- über Jahre gleichbleibend groß oder nur langsam wachsend
- häufig an Oberschenkeln, Oberarmen, Rücken oder Nacken, seltener auch am Bauch
Oft bleibt ein Lipom lange unbemerkt und fällt erst durch seine Lage oder zunehmende Größe auf. Dennoch muss nicht jedes Lipom entfernt werden, solange es nicht wächst, keine Schmerzen verursacht und nicht stört.
Lipomentfernung: Behandlung mit Laser oder Operation
Für eine Lipomentfernung stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Neben der klassischen Lipom-Operation kann sich insbesondere in stark durchbluteten Regionen oder an Stellen, an denen sich Nähte nur schwer anbringen lassen, eine Entfernung mit dem Laser anbieten. Der Laser ermöglicht es, das Lipom in Lokalanästhesie unter Schonung der anatomischen Strukturen und bei gleichzeitiger Blutstillung zu entfernen.
Dadurch kann die Behandlung besonders gewebeschonend erfolgen und benachbarte Strukturen können geschützt werden. Diodenlaser kommen daher unter anderem in der oralen Weichgewebschirurgie zum Einsatz.
Eine mögliche Alternative zur operativen Entfernung ist die Injektionslipolyse („Fett-weg-Spritze“). Dabei wird eine spezielle Substanz mit einer feinen Nadel direkt in das Lipom eingebracht. Sie soll die Fettzellen abbauen, die anschließend über den natürlichen Stoffwechsel des Körpers ausgeschieden werden. Ob diese Behandlung infrage kommt, hängt insbesondere von Größe und Lage des Lipoms ab.
Vorteile der Lipomentfernung mit Injektionslipolyse:
- Kein Skalpell, in der Regel keine sichtbare Narbe: Die Behandlung erfolgt minimalinvasiv und hinterlässt üblicherweise keine offene Wunde.
- Schonend: Die Behandlung kann unter lokaler Betäubung erfolgen.
- Kurze Erholungszeit: In der Regel sind Sie direkt nach der Behandlung wieder einsatzfähig.
- Individuell abgestimmt: Die Behandlung wird an die Beschaffenheit des Lipoms angepasst.
Nachteile:
- Eine feingewebliche beziehungsweise histologische Beurteilung ist nicht möglich.
- Die Lipomkapsel bleibt erhalten, verklebt jedoch.
Neben der Behandlung von Lipomen setzen wir die Injektionslipolyse auch bei ästhetischen Problemzonen ein, beispielsweise bei störenden Fettpölsterchen an Bauch, Hüften oder Oberschenkeln. Auch ein Doppelkinn oder sogenannte „Hängebäckchen“ können auf diese Weise behandelt werden.
Die Behandlung zielt auf lokale, hartnäckige Fettpölsterchen, die sich durch Sport oder Ernährung nicht ausreichend reduzieren lassen. Dabei wird der Wirkstoff Phosphatidylcholin direkt in das Fettgewebe injiziert. Die Fettzellen werden abgebaut, das Fett wird abtransportiert und die Haut kann sich glätten.
Unsere Ordination ist Mitglied im Netzwerk Lipolyse (Network Globalhealth), einem Verbund erfahrener Anwender der Injektionslipolyse in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Bei Fragen zum Lipom entfernen oder zu weiteren Behandlungsmethoden freue ich mich auf ein umfassendes Gespräch mit Ihnen, um auf Ihre individuellen Bedürfnisse eingehen zu können.



