Ein Ganglion – umgangssprachlich auch Überbein genannt – ist eine gutartige Ausstülpung einer Gelenkkapsel oder Sehnenscheide. Es tritt häufig an der Hand oder am Fuß auf und zählt zu den Weichteilveränderungen.
Wenn konservative Behandlungsmethoden nach etwa drei Monaten keinen ausreichenden Erfolg zeigen und das Ganglion Schmerzen verursacht oder als störend empfunden wird, kann eine Ganglion-Operation erwogen werden. Ziel ist es, das Ganglion einschließlich seines Stiels vollständig zu entfernen und die Basis sorgfältig zu versorgen. Dadurch lässt sich das Risiko eines erneuten Auftretens deutlich verringern.
Bei Fragen zur Ganglion-Behandlung oder zu weiteren Behandlungsmöglichkeiten freue ich mich auf ein umfassendes Gespräch mit Ihnen, um auf Ihre individuellen Bedürfnisse eingehen zu können.
Fakten zur Ganglion Behandlung
- Behandlungsart
- stationär oder ambulant
Ganglion operativ entfernen
Eine wirksame Behandlungsmöglichkeit bei einem hartnäckigen Ganglion ist die operative Entfernung. Konservative Maßnahmen wie die Ruhigstellung des betroffenen Gelenks, eine Behandlung mit entzündungshemmenden Medikamenten oder eine Punktion führen häufig nur zu einem vorübergehenden Erfolg.
Bei der Operation wird das Ganglion möglichst vollständig einschließlich seines Stiels entfernt. Anschließend wird die Basis mit einer feinen Naht verschlossen. Der Eingriff erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung. Über einen kleinen Hautschnitt wird das Ganglion vorsichtig aus dem umliegenden Gewebe gelöst und bis zu dem Gelenk verfolgt, aus dem es entsteht. Für eine gute Übersicht des Operationsgebiets wird eine Lupenbrille verwendet.
Solange ein Ganglion keine Beschwerden verursacht und ästhetisch nicht stört, ist eine Behandlung normalerweise nicht zwingend erforderlich. Bleibt es jedoch hartnäckig bestehen oder führt es zu Schmerzen und funktionellen Beeinträchtigungen, kann es operativ entfernt werden.
Ablauf der Ganglion-Operation
- Schnitt: Über dem Ganglion wird ein kleiner Hautschnitt gesetzt.
- Entfernung: Das Ganglion wird vorsichtig aus dem umliegenden Gewebe gelöst und bis zum Gelenk verfolgt, aus dem es entsteht. Eine Lupenbrille sorgt für eine gute Sicht auf das Operationsgebiet.
- Behandlung der Ganglionbasis: Der Stiel beziehungsweise die Verbindung zur Gelenkkapsel wird sorgfältig abgetragen oder mit einer Naht verschlossen.
- Dauer und Nachsorge: Die Operation dauert etwa 30 bis 60 Minuten. Die Fäden werden nach ungefähr 14 Tagen entfernt.
Nach der Ganglion-Operation
Nach dem Eingriff sollte das betroffene Gelenk für etwa zwei Wochen geschont und gegebenenfalls ruhiggestellt werden. Schwere körperliche Belastungen sollten rund vier Wochen vermieden werden. Trotz fachgerechter Entfernung kann ein Ganglion erneut auftreten. Die Rezidivrate liegt bei etwa 20 bis 40 Prozent.
Eine Physiotherapie kann nach der Ganglion-Entfernung dazu beitragen, Beweglichkeit und Funktion des betroffenen Gelenks zu verbessern.



