Rosazea (Rosacea) ist eine chronisch-entzündliche, nicht ansteckende Hauterkrankung. Sie tritt häufig ab dem 30. Lebensjahr auf und betrifft vor allem Wangen, Nase, Stirn und Kinn. Typisch sind anhaltende oder anfallsartige Rötungen, sichtbare Äderchen sowie – je nach Ausprägung – entzündliche Knötchen und Pusteln. Auch Brennen, Stechen, Juckreiz oder eine Beteiligung der Augen können vorkommen.
Die Erkrankung verläuft häufig in Schüben und zeigt sich von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Verschiedene Erscheinungsformen können einzeln oder gemeinsam auftreten; sie müssen nicht zwangsläufig nacheinander entstehen. Eine genaue Beurteilung des Hautbildes ist deshalb wichtig, um die Behandlung an die vorhandenen Beschwerden anzupassen.
Fakten zur Rosazea-Laserbehandlung
- Dauer
- ca. 30 Minuten
- Gesellschaftsfähig
- sofort
- Arbeitsfähig
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- Sport
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- Endresultat
- sofort – 21 Tage
- Kosten
- ab 349 €
Typische Erscheinungsformen der Rosazea
Rosacea erythematosa
Im Vordergrund stehen vorübergehende oder dauerhaft sichtbare Rötungen in der Gesichtsmitte. Häufig kommen erweiterte Äderchen sowie Brennen, Stechen oder Juckreiz hinzu.
Rosacea papulopustulosa
Zusätzlich zu den Rötungen bilden sich entzündliche Knötchen und Pusteln, meist an Stirn, Wangen, Nase oder Kinn. Im Unterschied zur Akne treten normalerweise keine Mitesser auf.
Phymatöse Rosazea und Rhinophym
Bei dieser Ausprägung können sich Talgdrüsen und Bindegewebe verdicken. Besonders an der Nase kann dadurch ein Rhinophym entstehen, das umgangssprachlich auch als „Knollennase“ bezeichnet wird.
Okuläre Rosazea
Rosazea kann auch Augen und Lidränder betreffen. Mögliche Beschwerden sind trockene, gerötete oder lichtempfindliche Augen sowie ein Fremdkörpergefühl. Bei Augenbeschwerden ist eine zusätzliche augenärztliche Abklärung sinnvoll.
Auslöser erkennen und vermeiden
Die Ursachen der Rosazea sind noch nicht vollständig geklärt. Vermutlich spielen unter anderem erbliche Faktoren, Entzündungs- und Immunreaktionen, Veränderungen der Hautgefäße, eine gestörte Hautbarriere und Demodex-Milben eine Rolle. Welche Faktoren einen Schub auslösen oder verstärken, ist individuell verschieden.
Häufige Auslöser sind:
- UV-Strahlung und intensive Sonne
- Hitze, Kälte und starke Temperaturschwankungen
- Alkohol, scharfe Speisen sowie sehr heiße Speisen oder Getränke
- Stress und Aufregung
- Sport und starke körperliche Anstrengung
- reizende Kosmetik- und Hautpflegeprodukte
- Nikotin
Eine milde, hautschonende Pflege und konsequenter UV-Schutz können die Behandlung unterstützen. In unserer Ordination analysieren wir Ihr Hautbild und erstellen einen individuell abgestimmten Behandlungsplan.
Rosazea individuell behandeln
Ziel der Behandlung ist es, Entzündungen und Beschwerden zu lindern, Schübe zu reduzieren und das Hautbild langfristig zu stabilisieren. Welche Therapie geeignet ist, richtet sich nach den sichtbaren Hautveränderungen, der Stärke der Beschwerden und dem individuellen Hauttyp.
Äußerliche und medikamentöse Behandlung
Bei leichteren bis mittelschweren Formen können ärztlich verordnete Cremes oder Gele eingesetzt werden, beispielsweise mit Metronidazol, Azelainsäure oder Ivermectin. Bei ausgeprägten entzündlichen Verläufen kann zusätzlich eine systemische Behandlung, etwa mit niedrig dosiertem Doxycyclin, sinnvoll sein. Die Auswahl und Kombination der Wirkstoffe erfolgt nach einer persönlichen Untersuchung.
Laserbehandlung bei Rosazea
Dauerhafte Rötungen und erweiterte Äderchen lassen sich gezielt mit einem Gefäßlaser behandeln. Das Laserlicht wird vom roten Blutfarbstoff Hämoglobin aufgenommen und erwärmt die betroffenen Gefäße kontrolliert. Dadurch können sie verschlossen und anschließend vom Körper abgebaut werden, während das umliegende Gewebe möglichst geschont wird.
Eine Behandlung dauert etwa 30 Minuten. Häufig sind zwei bis drei Sitzungen im Abstand von jeweils ungefähr vier Wochen sinnvoll. Die genaue Anzahl richtet sich nach Hauttyp, Gefäßgröße und Ausprägung der Rötungen. Direkt nach der Behandlung können vorübergehend Rötungen oder leichte Schwellungen auftreten, die meist innerhalb weniger Stunden bis Tage abklingen.
Die Lasertherapie behandelt vor allem die sichtbaren Gefäßveränderungen. Entzündliche Knötchen und Pusteln können zusätzlich eine äußerliche oder medikamentöse Therapie erfordern.
Rhinophym mit dem CO₂-Laser behandeln
Bei einem Rhinophym kann überschüssiges Gewebe mit einem CO₂-Laser Schicht für Schicht abgetragen und die Nasenkontur geglättet werden. Der ambulante Eingriff erfolgt üblicherweise in örtlicher Betäubung.
- Vorbereitung: Die Nase wird desinfiziert und lokal betäubt.
- Abtragung: Das verdickte Gewebe wird kontrolliert mit dem CO₂-Laser reduziert. Kleine Blutgefäße werden dabei gleichzeitig verschlossen.
- Nachsorge: Nach dem Eingriff schützt ein Salbenverband die behandelte Fläche.
In der Heilungsphase bildet sich eine neue Hautschicht. Vorübergehende Rötungen, Schwellungen, leichte Schmerzen oder Verfärbungen sind möglich. Die genaue Nachsorge und die zu erwartende Heilungsdauer besprechen wir vor dem Eingriff individuell mit Ihnen.




